Feldlerche, Reh und Bergmolch – Museum präsentiert Natur des Jahres

Pressemitteilung vom 04.02.2019
© blickwinkel/M. Woike
Feldlerche (© blickwinkel/M. Woike)

Am Dienstag, 5. Februar, wird in der „Grünen Stunde für Erwachsene“ um 14.30 Uhr die Natur des Jahres 2019 präsentiert. Julia Stiefel, Museumspädagogin im Naturkundemuseum Potsdam, stellt die Tiere und Pflanzen des Jahres vor, die von Natur- und Umweltorganisationen nominiert wurden. Mit einem Glas Sekt oder Selters wird auf Feldlerche, Reh, Bergmolch und andere spannende Arten angestoßen.

In einem Vortrag und in den Ausstellungen treffen Gäste der „Grünen Stunde für Erwachsene“ auf bekannte Arten wie den Atlantischen Lachs, aber auch auf unscheinbare unbekanntere Lebewesen wie die Rostrote Mauerbiene, die in diesem Jahr zum Insekt des Jahres gewählt wurde. Besuchende der Veranstaltungsreihe können ihr naturkundliches Wissen auffrischen, Neues erfahren und den Mitarbeitenden des Museums in angenehmer Atmosphäre Fragen stellen.

Zum Vogel des Jahres wurde in diesem Jahr die Feldlerche vom Naturschutzbund Deutschland e.V. gewählt. Die Feldlerche ist vielerorts zuhause – von Portugal und Irland im Westen bis Kamtschatka und Japan im Osten. Doch ihr Bestand geht seit Jahrzehnten stetig zurück: mehr als die Hälfte aller Feldlerchen in Europa sind seit 1980 verschwunden. In der Ausstellung lernen die Besuchenden die Feldlerche als kunstvolles Präparat in ihrem natürlichen Lebensraum kennen.

Zum Wildtier des Jahres 2019 hat die deutsche Wildtierstiftung das Reh gekürt. Das vermeintlich bekannte Wildtier hat sich als Kulturfolger bestens an die vom Menschen geformte Landschaft angepasst. Ursprünglich besiedelten Rehe die Randzonen von Wäldern und Gebüschen, mittlerweile leben sie auf offenen, landwirtschaftlichen Flächen, in strukturreichen Heckenlandschaften und Wäldern. Sie folgen dem Menschen sogar bis in die Gärten und Parks.

Obwohl Rehe in Deutschland sehr häufig sind und nicht vor dem Aussterben geschützt werden müssen, existieren Konflikte mit der Land- und Forstwirtschaft, die es zu lösen gilt. Dass sie kleine Bäume anfressen, ist für viele Förster nicht akzeptabel. Ein dramatisches Problem ist das Verletzen und Töten von Rehkitzen während der Grünlandmahd. Auf diese Konflikte soll mit der Wahl zum Wildtier des Jahres 2019 aufmerksam gemacht werden. In der Ausstellung des Naturkundemuseums Potsdam lädt das Präparat eines jungen Rehbocks zum genauen Beobachten dieses eleganten, scheuen Tieres ein.

Zum Lurch des Jahres 2019 hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) den Bergmolch auserkoren. Damit soll auf den schleichenden Bestandsrückgang vieler Amphibienarten aufmerksam gemacht werden. Denn für den Bergmolch gilt, wie für die meisten Amphibienarten, dass die Populationen schwinden. Beim Gang durch die Ausstellung begegnet den Besuchenden das Bergmolch-Männchen, das im Frühjahr bunt gefärbt auf Brautschau geht.

Der Teilnahmebeitrag für die Grüne Stunde beträgt 6,50 Euro und enthält den Museumseintritt, warme und kalte Getränke sowie Kekse. Eine telefonische Anmeldung ist erwünscht, da die Teilnahme auf 20 Personen begrenzt ist. Das Naturkundemuseum Potsdam, Breite Straße 13, ist mit dem Bus 606 (Haltestelle „Naturkundemuseum“) gut erreichbar.

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