
Am Dienstag, dem 5. März 2019, um 14:30 Uhr, wird in der Veranstaltungsreihe „Grüne Stunde für Erwachsene“ die Wolfsdiagnostik thematisiert. Dr. Claudia Szentiks, Tierpathologin im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungsverbund Berlin e.V., stellt ihre Arbeit an der streng geschützten Tierart vor.
Seit 20 Jahren leben wieder Wölfe in Deutschland. Wenn sie sterben, werden sie genau untersucht. Den Vortragsteilnehmenden wird die Forschung am toten Wolf vorgestellt: Wer forscht in Deutschland zum Wolf? Wie läuft die Untersuchung eines toten Wolfs ab? Wonach schauen die Forschenden explizit? Welche Erkrankungen gibt es und wie viele Fälle treten davon in Brandenburg auf? Antworten auf diese Fragen sowie die bisherigen Ergebnisse zu Infektionserkrankungen bei Wölfen in Deutschland werden im Vortrag dargestellt.
Der Vortragsnachmittag gibt den Gästen weiterhin einen Einblick über den Ursprung und die Entwicklung der Wolfspopulation seit 1998 in Deutschland. Dem aufmerksamen Zuhörer wird erklärt, wie sich Wölfe und Hunde in der Morphologie unterscheiden und wie man Wolfsspuren in der freien Natur identifizieren kann. Als Anschauungsobjekte dienen Schädel und Felle von Wölfen. Ferner sollen die bestehenden Konflikte zwischen Mensch und Wolf bzw. zwischen Wolf und Haustier sowie deren zum Teil historischen Ursachen näher beleuchtet werden. Auch wird der Fragen nachgegangen, was der Mensch im Umgang mit dem Wolf beachten muss, um Konflikte zu vermeiden.
Besuchende der Veranstaltungsreihe „Grüne Stunde für Erwachsene“ können ihr naturkundliches Wissen auffrischen, Neues erfahren und den Mitarbeitenden des Museums oder externen Experten in angenehmer Atmosphäre Fragen stellen.
Der Teilnahmebeitrag beträgt 6,50 Euro und enthält den Museumseintritt, warme und kalte Getränke sowie Kekse. Eine telefonische Anmeldung ist erwünscht, da die Teilnahme auf 20 Personen begrenzt ist. Das Naturkundemuseum Potsdam, Breite Straße 13, ist mit dem Bus 606 (Haltestelle „Naturkundemuseum“) gut erreichbar.
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- 01.03.2019 | Forschung am toten Wolf